
Klaus Weise „Nebelleben„
Roman
Paul. Weiß. 50 +. Schauspieler. Einst erfolgreich. Jetzt hängengeblieben. Mittelgroße Stadt am Großen Fluss. Deren Provinzialität er hasst. Nicht so die Schönheit der Landschaft.
Die liebt er. Auch den Schoppen Wein. Gendert nicht. Will Menschen darstellen, kein Labor sein. Nicht rumbrüllen auf der Bühne. Hat gekündigt. Jetzt brüllt er selber: Als er die Affäre seiner Frau entdeckt, geht der Jago geht mit ihm durch.
Paul flieht nach Berlin. Die Stadt, die er liebt und hasst. Eine lange Autofahrt durch die Dunkelheit mit Bier, Regen, Erinnerungen, Müdigkeit, Angriffen und Selbstgesprächen. Eine Episode mit Beethoven als Beifahrer, die er imaginiert, um Ich bin Beethoven zu schreiben und aufzuführen.
Erinnerung, Phantasie, Tatsächliches und Traumaustausch. Mäandernde Wirklichkeiten. Habe etwas getan, das ich mir nie zugetraut hätte: Berufswechsel. Vom Schauspieler zum Mörder?

Klaus Weise „Sommerleithe“
Roman
Aus der Perspektive eines Metzgersohns erzählt dieser autobiographische Schelmenroman von den kleinen und großen Wirrungen einer Kindheit in den 1950er und 1960er Jahren – von Kaltem Krieg, Kommunismus und Kapitalismus, vom Wiederaufbau und der 68er-Bewegung, von Armut und Axt, von Diebstahl und Domsingschule, von Gabis Busen, Renates Mund und Monikas Silberblick, von Verzweiflung und missbrauchtem Vertrauen, von prallroten Kirschen und einem Molch, der fliegen kann, und von einer unglaublichen, aber wahren Theaterkatastrophe.
Der Roman ist hart, zart, spannend, voller Poesie und – voller Komik. Ein Geschenk an dreißig Jahre Deutsche Einheit. Eine Erinnerung an sechzig Jahre Mauerbau.
